Dienstag, 18. Oktober 2011

Reality is no door opener

Shaping our reality means nothing more than closing doors and consider them as locked afterwards.
From time to time there comes by some socalled genius all of a sudden and opens one out of the myriad ...& everybody's tempted to think: "How could he know?". And that's it.
Not fatal enough this is the final thought, moreover it's a wrong one. Why did and do we think WE know?

Reality? It's just a lacking definition provided by some others that no one seems to know but almost everyone trusts in. Sad story.

"Be realistic!" - "Oh come on, don't fuck me off!!"

Donnerstag, 18. August 2011

Das wird teuer!

Manchmal drohen einen die von vielen in der Gesellschaft unhinterfragt als Sünden angesehenen Taten der Vergangenheit einzuholen.
Manchmal ist (begangener) ziviler Ungehorsam aber auch ein Zeichen dafür, dass Demokratie und Integrität es ab und an schaffen, im Sturm aufzuflacken, wenn es ihnen gelingt, den darin transportierten Sauerstoff zu nutzen - die Gefahr, dabei jemanden zu reizen, ist Teil des Sinns. Alles unter der Voraussetzung, dass dies nicht opportun, sondern idealistisch motiviert ist.

Aber das gilt es in Kauf zu nehmen - ansonsten wäre das auf der eigenen Brust prangernde Commitment auch nicht mehr als bloßer Opportunismus und der Idealismus dahin.

Etwas wirr, ich weiß - wer Klarheit möchte, sei eingeladen, diese bei mir einzuforden.

Donnerstag, 4. August 2011

Dienstag, 19. Juli 2011

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? - Am besten gar nicht.


Soll ja jeder an das glauben, was ihm/ihr sinnvoll erscheint - aber dass Leute mit derart reaktionären Meinungen wie diesen http://bit.ly/ru6nED und http://bit.ly/qv5A3S etwas zu sagen haben können und darüber hinaus sogar noch Gehör finden, ist erschütternd. Da kommt mir die Galle hoch!
Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, halte ich Religionen, in denen derartige Personen ein gewichtiges Wort zu sagen haben, für menschenverachtend und in ihren Strukturen existenziell Probleme schaffend, denn lösend.

Kühne Prognose: die Welt wäre ohne das Joch des Machtapparats Religion deutlich glücklicher – diejenigen, die glauben möchten, benötigen dieses nicht dazu. Alle anderen ohnehin nicht.

"Sie stehen fast sechs Millionen Katholiken gegenüber, die in Österreich über eine starke Lobby verfügen." - dieser Satz verdeutlicht meine Ansicht auf recht pragmatische Weise (in Bezug auf die Katholische Kirch in Österreich): Die lautstarken Religionen sind ideologische Repressionsapparate, die stark und oftmals unreflektiert oder sogar hofiert lobbyieren können.

Ein Zitat, das mir oft - so auch beim Lesen der Interviews in den Sinn gekommen ist: „Wo kein Charakter mehr Geduldet, sondern nur Gehorsam, da geht die Wahrheit und die Lüge kommt“ - Ödön von Horvath (ironischer Weise aus „Jugend ohne Gott“)

Dienstag, 21. Juni 2011

Einfach: Kunst. Natürlich!

I believe you earn your soul
Gotta feel the pain and grow
Our best intentions blowin' in the wind

Wie mich am Wochenende ein guter Mensch darauf hingewiesen hat, ist es oftmals eine Kunst - vielfach die Kunst an sich - Schwieriges, Tiefgründiges einfach auszudrücken. Die darin innewohnende Kunst ist meist nicht gleich ersichtlich, da sie sich nahezu jedem sofort erschließt. Nicht, dass diese Erkenntnis neu wäre, aber es tat wiedermal gut, darauf hingewiesen zu werden.
Vielleicht liegt ein Umstand dieser verkannten Kunst darin, dass auf Anhieb Verständliches (auch wenn es natürlich nie absolut verständlich sein kann bzw. es DIE Verständnisweise nicht gibt) nicht künstlich wirkt, sondern ursprünglich natürlich, was es auch ist (wie wohl die Kunst an sich auch).
Vielleicht liegt es daran, dass es bereits der Verfasser der nunmehr verständlichen Botschaften auf sich nahm, dem Leser die Mühe abzunehmen, die Botschaft erst entschlüsseln zu müssen. Das ist eine große Leistung, zu der ich selbst zum Beispiel oftmals zu faul oder überhaupt nicht fähig bin.

Die Kunst an sich, was immer man darunter auch versteht, ist in ihrem Wesen wohl vielmehr natürlich als künstlich und drückt oft Schwieriges unmittelbar aus. Wie wir uns heute dem nähern und was aus dem Begriff gemacht wurde, ist wohl das künstliche.

Donnerstag, 2. Juni 2011

Dienstag, 31. Mai 2011

Substitut-Gedanken

Manchmal wundere ich mich, wie angestrengt ich mich mit - durchaus (abgrund)tiefgründigen - Gedanken auseinandersetze, weil es mich innerlich drängt, mich eigentlich mit anderen auseinanderzusetzen.
Mit den anderen gehen aber Schwierigkeiten in der Auseinandersetzung einher, weshalb es mir schwer fällt, mich damit zu konfrontieren. Verdrängen ist weder Ziel noch Sinn, das Schüren lodernder Glutnester ebenso wenig.
Diese Glutnester sorgen immer wieder für den Antrieb, mir das Gehirn über sie zu zermartern - allerdings über die kleinen, weniger über die großen. Die kleinen gehen dadurch recht verlässlich aus, warum also nehme ich also aktuell kaum große in Angriff?
Aufrichtigerweise wohl, weil die Glut der großen zwar heiß genug ist, um filigranes Empfinden taub zu machen und somit auch Schmerz zu bereitet. Andererseits ist das gebannte Starren in die Glut aber nach wie vor wohl zu faszinierend, um sowohl den Willen zu entwickeln, diese in Rauch aufgehen sehen zu wollen, als auch um die Kraft und Strategie zu entwickeln, die davor schützt, mich böse zu verbrennen.
Also bleiben's vorerst weiterhin die kleinen und die großen gehen hoffentlich irgendwann von selbst aus...

Donnerstag, 26. Mai 2011

Diplomarbeit die I.

Ich habe mich dazu entschlossen, beginnend mit jetzt, fortgesetzt mit wann auch immer (oder nie), kleine Bausteine auf dem Weg zu meiner Diplomarbeit hier zu veröffentlichen. Auch weil sich's irgendwo geschrieben besser korrekturliest.
Das Thema: "Das Auftauchen und die Rolle nationaler Elemente in der Identität am Beispiel von in Österreich sozialisierten SchülerInnen"
Also (noch nicht einmal korrekturgelesen, Quellen noch nicht ergänzt), das Verständnis von Bourdieus Habitus-Konzept meinerseits auf recht verdichtete und noch unzureichende Art und Weise wiedergegeben - nur für jene, die sich's wirklich antun wollen :)




Der Habitus
Pierre Bourdieu hat den Habitus als in den Körper eingegangenes Soziales (* S.120) identifiziert. Das Sein eines Subjekts formt sich durch die Erfahrungen, welche ihm – auch und insbesondere körperlich – widerfahren beziehungsweise erfährt es im Umgang damit sinnliche Prägungen, in dem es Erfahrungen macht. Natürlich ist ein Subjekt nie im Stande, keine Erfahrungen zu machen, was das stetig Prozesshafte des Subjekts schon andeutet – dem kommt im Rahmen der Auseinandersetzung mit Identität aber später die notwendige Bedeutung zu. Dennoch ist der Habitus etwas, das eine relativ stabile, möglicherweise treffender als träge zu bezeichnende Charakteristik aufweist. Ist er mit neuen Situationen konfrontiert, zu deren Bewältigung das bisherige Instrumentarium nicht ausreichend in der Lage ist, so zeigt sich der Habitus dadurch, dass er wenig flexibel auf diese zu reagieren im Stande ist. Generell stellt Bourdieu fest, dass der Habitus als solcher nur in derartigen Situationen „enttarnt“ wird. (* S. 122 – Zitat?) Im Gegensatz dazu ist er in den Situationen, in denen er sich als solcher formiert(e) und mit denen er ausreichend zu Rande kommt, nicht augenscheinlich.
Der Habitus verleiht einem die Fähigkeiten, um sich in dem, was man als Welt begreift, relativ unproblematisch zurecht zu finden. Das „was man als Welt begreift“ könnte man in diesem Sinne treffender Weise als „Erfahrungswelt“ bezeichnen, da die teils bewusst, teils unbewusst bekannten Erfahrungen (welche nicht zwangsläufig alle selbst gemacht werden müssen) die eigene Welt determinieren: „So neigen [die Menschen“] dazu, das Mögliche für das allein Mögliche, das Erreichbare für das Angemessene zu halten, sich also der gegebenen sozialen Ordnung ohne viel Nachdenken einzufügen.“ (S. 125/vgl. Feine Unterschiede 1979/19999 734 f.)
Neben anderen meint auch Bourdieu das Soziale als immerwährenden Kampf zu erkennen. (* +Zitat aus Krais 1989, 52 oder Schwingel 1993, 13) Er drückt in seiner Theorie eindeutige Ansätze aus, die zum Beispiel jenen des Positivismus oder der lange als klassisch naturwissenschaftliche geltenden Herangehensweisen zuwider laufen. Es ist keineswegs davon auszugehen, dass der Mensch a priori rational handelt – vielmehr kann rationales Handeln als derartige Definition nur innerhalb des Sozialen konstituieren, nicht bereits davor gewesen sein oder daneben. Somit ist zum Beispiel der Ansatz von Rational Choice selbst ein Teil des Habitus, das sich erfahrungs- und situationsabhängig als probate, erfolgversprechende Herangehensweise dargestellt hat.
Wie auch die Summe an Erfahrungen begrenzt ist, ist es natürlich auch der Habitus. Der Habitus ist, wie bereits erwähnt, durch die Erfahrungswelt begrenzt – da es dem Menschen in der Tat nicht möglich ist, jenes zu denken, was über sein Vermögen hinausreicht. Diese Tatsache wird immer wieder dazu im Stande sein können, ihn vor ihn zwangsläufig verstörende Verhältnisse und Vorkommnisse zu stellen, zu deren erfolgreicher Auseinandersetzung der Habitus, den er dagegen ins Gefecht ziehen lässt, nicht ausreichen kann. Nichtsdestotrotz war ebenso schon davon die Rede, dass der Habitus dem Subjekt als durchaus stabile Rahmenbedingungen dient, innerhalb derer es sich doch wiederum auf gewisse Weise frei und selbstbestimmt verhält. Die Denkbarkeit der Möglichkeiten dieser zumindest partiellen Selbstbestimmung ist ein wesentlicher Aspekt von Bourdieus Ansatz, welche diese im gegenzahlreichen anderen Theoretikern – wie zum Beispiel Louis Althusser – gewinnbringend ergänzt. Diese Freiheit innerhalb gewisser Verhältnisse verunmöglicht es überdies auch theoretisch (praktisch ohnehin, da niemand in der Lage wäre, das dafür notwendige, einen Menschen allumfassende Wissen zu akkumulieren), jegliche Aktion und Reaktion eines Subjekts vorherzusagen. (Zitat, Feine Unterschiede 1979/1999, 33)
Vor ein analytisches Problem stellt einen die Annahme, dass der Habitus vor allem oder nur dann in zufriedenstellendem Ausmaß erfolgreich funktioniert, wenn dies unterbewusst von statten geht und somit keine Reflexion darüber erfordert. Aus der Sicht des Forschers stellt dies in der Folge ein Problem dar, da man ihn empirisch schlecht bis kaum fassen kann. Hat man sich – wie in diesem Falle - aber aus wohlüberlegten Gründen für diese, weil als adäquat erachtete Perspektive entschieden, so ist die Beibehaltung derer dem Anspruch an Integrität geschuldet.
Das Konzept des Habitus provoziert alle, die in den Traditionen der Subjektphilosophie und des rationalen Handelns zu denken gewohnt sind, weil es nicht von einem normativen Subjektbegriff ausgeht und die Menschen als Ensembles aus objektivierter und inkorporierter Gesellschaft bzw. Geschichte auffasst.(S. 134)

Dienstag, 10. Mai 2011

Blick für's Wesentliche ...?

Es gibt Zeiten im Leben, in denen jenes, was man dem eigenen Dafürhalten nach als lebenswert angesehen hat, ein klammheimliches Rückzugsgefecht führt - welches dadurch notwendig wird, da als wesentlich geltende Dinge dazu tendieren, die persönlichen Ressourcen - zeitlich, psychisch, physisch - zunehmend zu vereinnahmen. Das Wesentliche (oder zumindest das hier so bezeichnete) sind im konkreten Fall primär Dinge wie sich das Leben zu finanzieren oder an der Diplomarbeit zu schreiben ...Nun gut, gewiss sind sie nicht unwesentlich und funktionieren zufriedenstellend, aber zu den Bestandteilen, die das Leben lebenswert machen, kann ich sie ehrlicherweise nicht zählen (was aber nicht bedeutet, dass beides nicht immer wieder dazu im Stande ist, mir Freude zu bereiten).
Die Krux daran ist ironischer Weise jene, dass die wesentlichen Dinge oftmals dazu führen, auf der Stelle zu treten, weil das Gespür fürs Lebenswerte an Ausprägung verliert. An dieser Stelle würde ich mich aktuell selbst verorten. Wenn ich mir also aktuell die Frage stelle, was das Leben lebenswert macht, fällt es mir ein wenig schwer, spontane Antworten zu geben, die ich mir selbst auch noch glauben soll (natürlich gibt's so Zeugs wie Liebe, Kinder etc. - aber dazu habe ich momentan schlicht nichts zu sagen). Im Prinzip folge ich der Einstellung, dass persönliche Weiterentwicklung vieles davon ausmacht, was man als Leben im besten Sinne ansehen möchte. Mein Gespür für diese Entwicklung war gefühlt schon deutlich ausgeprägter, wird momentan jedoch leider zurückgedrängt - was einem in der Rekapitulation eine ziemliche Breitseite verpasst...
Ich verstehe mittlerweile, warum viele die Überschaubarkeit ihres eigenen Horizonts nicht erkennen - sie müssen sich aufs Wesentliche konzentrieren oder mussten es zumindest einmal und haben darüber Hinausgehendes aus den Augen verloren. Ich muss es glücklicherweise nicht, es ist lediglich der momentane Weg des geringsten Widerstands - den in mir vermehrt spürbaren ausgenommen. Die Wahrnehmung für letzteren beizubehalten ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme und die mir in der Folge die Möglichkeit offen lassen soll, meine Konzentration aufs Wesentliche anstatt aufs Lebenswerte als lediglich temporär zu begreifen. Na hoffentlich gelingt's! Time will tell...

Freitag, 8. April 2011

Wer wird denn Äpfel mit Bananen vergleichen?

Ich sitze mangels spannender Alternativen in jenem Haus, in dem ich aufgewachsen bin vorm Computer, der die eine oder andere Stunde meiner Jugend verschlungen hat.
Frei nach einem Wittgenstein-Zitat folge ich heute dem Motto "Wenn man nichts zu tun weiß, sollte man es lieber lassen" (Ich hatte Wittgensteins Zitat folgendermaßen in Erinnerung: "Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man besser schweigen", Wikipedia erzählt mir aber, dass es so lautet: "Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen" - hat beides was für sich, das "sollte" in ersterer Version liegt mEn der Realität aber doch näher) - das Ganze taugt zugegebner Maßen zu keinem brauchbaren Lebensentwurf, den ich guten Gewissens vertreten kann, aber immerhin als Credo des jetzigen Abends ...& in der eigenen Konsequenz zu konsequent zu sein, ist weder möglich noch sympathisch :)
Was geht einem also so durch den Kopf, wenn man sich einen unspektakulären Tag einer unspektakulären Woche unmittelbar vor einem als unspektakulär erwarteten Wochenende nochmals durch den Kopf zieht?
Ich hab' mir heute Bananen gekauft. Die waren im Angebot: 1 kg für 0,89 Euro. "Schön" hab ich mir gedacht und sogleich zugeschlagen. Auf dem Weg in meine Wohnung dann der Gedanke (erschreckender Weise erst da): Moment. 1 kg Bananen ist halb so "teuer" wie 1 kg Äpfel?! Und da sag noch einer, das geht mit rechten Dingen zu - Äpfel, die in Österreich nahezu überall anbaubar sind, kürzere Transportwege mit sich bringen, weniger Lagerhaltungskosten verursachen müssten, kosten rund 2 Euro das Kilo (und auch das kommt mir günstig vor), Bananen dagegen um 1,10 Euro weniger. Hm. Mag sich jedeR seinen Teil dazu selbst denken, ich möchte keine globalisierungskritischen Brandreden halten - außerdem wirkt's ohnehin nachhaltiger, wenn jedeR für sich selbst draufkommt :) ...und da glauben viele tatsächlich, die Finanzkrise hätte die wirtschaftlich "logischen" Relationen durcheinander gewirbelt - na die Logik, die vorher bestanden haben soll, will mal erklärt werden.
Das Bedenklichste daran ist wohl, dass derartige Sachverhalte offenbar nicht mal mehr im Stande sind, mich im ersten Moment zu verwundern. Auf der einen Seite beschämt mich das immer wieder mal, auf der anderen bin ich auch ein Kind der Gesellschaft, in die ich hinein geboren wurde - blind für so viele Dinge. Ein Kampf gegen Windmühlen, den ich ehrlich gesagt nicht zu kämpfen gedenke. Aber zumindest ab und zu einer dieser Mühlen im vorbeigehen eine reintreten, das muss dann schon sein.

Dienstag, 15. März 2011

Ore...OOOh!

An instruction how to enable (her) cookies.

...candy wasn't the first thing that rose up my mind, to be honest.

Mostviertlerisch für Fortgeschrittene

...offensichtlich wohnt in einer Gasse im 3. Wiener Gemeindebezirk eine auffallend attraktive Person.

Sonntag, 13. März 2011

Morally Correct Sushi?

Random Note:

Ich stelle mir gerade die Frage der moral correctness, die mit meiner vor wenigen Momenten getätigten Sushi-Bestellung angesichts aktueller Ereignisse einhergeht.
Natürlich kann Sushi an sich nix dafür, aber es bietet zumindest Anlass, sich so manche Dinge durch den Kopf zu ziehen...

Montag, 21. Februar 2011

Vom Überschätzen von Romanen

Romane sind das gedruckte Äquivalent zum Affektfernsehen - obskurerweise jedoch gesellschaftlich wesentlich höher angesehen. Obskurereweise deshalb, weil beides gleichermaßen Alltag inszeniert, dem Buch - unabhängig von seiner Kategorie - zumeist aber a priori die Aura als etwas von besonderer kultureller Güte gesehen verliehen wird, wogegen Fernsehen eine proletarisch konnotierte Beschäftigung darstellt.
Diese Verkennung empfinde ich als recht unreflektiert und daher ärgerlich. Die meisten Romane sind tatsächlich zwischen zwei Buchdeckel gepresste Belanglosigkeiten, die der Welt nicht abgehen würden, so es sie nicht schon gäbe, ebenso wie die Vielzahl an Affekt-TV-Formaten. Der auffällige, wahrhaftigste Unterschied ist die Form - Romane müssen wohl ein klein wenig höheres Sprachniveau halten. Die Funktion beider ist jedoche die gleiche: (zumeist triviales) Entertainment.
Allein aber aufgrund der Tatsache, dass immer weniger Leute lesen, wird diese Tätigkeit oftmals ohnehin schon als hochkulturell (v)erkannt. Lesen ist schön und gut (vom Autor genauso gemeint wie geschrieben) - ein Trivialroman bleibt jedoch ein Trivialroman, selbst wenn es noch so viele Seiten zu lesen gilt ...und nur das Faktum, dass man ihn lesen muss, macht ihn noch nicht zur Hochkultur. Außerdem werden die erfolgreichsten ohnehin verfilmt.

NACHTRAG: Was beide aber sind - dies sollte erwähnt werden -, ist Teil der nicht zu unterschätzenden Popularkultur.

Montag, 14. Februar 2011

cursing concrete (makes you feel better from time to time :)

...being satisfied with ones achievements of the day, a relaxing shower, fresh linen, the right track...
and all of a sudden - by pure accident - there comes by serenity.
 

Freitag, 28. Januar 2011

Unfassbar, wie relativierend der Geist zu denken im Stande ist...

Jeder hat wohl die mediale Überpräsenz der schlimmen (exemplarischen) Zustände auf dem deutschen Ausbildungssegler für zukünftige Militärerliten namens "Gorch Fock" mitbekommen. Überraschend sind die Zustände zugegebener Weise nicht zwangsläufig - wie allerdings strategische Demütigung, kriminell-sexistisches Verhalten und tief in die Persönlichkeit der Personen Einfluss nehmende Entwürdigung verharmlost - weil relativiert - werden, hat mich schockiert. Und das nicht von den Politischen Eliten, unter deren Verantwortungsbereich diese Misstände fallen, sondern zum Beispiel von Postern im Standard-Forum... Auf der See herrschen nun Mal rauhe Sitten ...das ist halt Tradition etc.

Und dadurch sind Verbrechen legitimierbar und die Menschenwürde darf auf Basis dieser Begründung nichts mehr wert sein?! Wenn's auf See pasiert ist das alles nicht so tragisch?! Weil's schon immer so war?! Das macht's nicht gerade weniger schlimm.

Samstag, 1. Januar 2011

Montag, 20. Dezember 2010

Sozialismus

Random Note:

Der große Fehler des Sozialismus ist leider die Fehlannahme, dass die Menschen sozial seien.

Socialisms big mistake is the unfortunately wrong assumption that people behave socially.

Freitag, 10. Dezember 2010

All I want for Christmas is New Year's Day

All I want for Christmas is New Year's Day

Quite impressive lyrics to me (eventhough the song itself is pretty lame):

"Everybody waits for Christmas
For me it's New Year's Day
That's gonna come and take my blues away

I'm wishing on the stars for Christmas
And hoping for a better day
When it doesn't hurt to feel this way

And everywhere there's joy around this
first day of time of year
And happiness has never felt so far away

All of the bells ringing out for Christmas
I'm singing Goodbye to the year before
I know that the next one will be different - soo much more

All of the bells ringing out for Christmas
And I'm not supposed to feel this way
All that I want this year for Christmas is New Year's Day

It's only seven days 'till Christmas
Six more 'till New Year's Day
It's not a good time to feel this way

Everywhere the snow surrounds you
And melt your troubles away
I can only hope to feel the same

I know that we're tired in the joy
this time next year
But happiness has never felt so far away

All of the bells ringing out for Christmas
I'm singing Goodbye to the year before
I know that the next one will be different - soo much more

All of the bells ringing out for Christmas
And I'm not supposed to feel this way
All that I want this year for Christmas is New Year's Day

I remember how I used to feel at Christmas
All of the bells ringing out for Christmas
I'm singing Goodbye to the year before
I know that the next one will be different - soo much more

All of the bells ringing out for Christmas
And I'm not supposed to feel this way
All that I want this year for Christmas is New Year's Day"


...kinda find myself in there. Partially.

Freitag, 3. Dezember 2010

Vorm Abgrund

Heute beschlich mich ein seltsam beklemmendes Gefühl - naja, es beschlich mich weniger als es sich wohl seinen Weg vom Unterbewussten ins Bewusstsein bahnte. Ich fühlte mich am Rande eines Bombenkraters stehend. Er war von unfassbarem Ausmaß und das Ende der Untiefe in der Dunkelheit nicht auszumachen. Fasziniert und erschaudert stand ich davor und blickte starr in die Tiefe, vor der mir graute. Ich sah ins Finster, konnte und wollte auch gar nicht wegsehen, obwohl ich mich dabei nicht wohlfühlte und sich Höhenangst unleugbar bemerkbar machte. Mir war flau im Magen.
Ich wusste, mein Weg führt hinter diesem diesem exorbitanten Ausmaß von Nichts weiter, wenn es mir denn gelänge, mich sowohl dieser seltsamen Faszination zu entziehen, als auch dieses Loch, ohne dabei Schaden zu nehmen, hinter mir zu lassen. Nur: Das veranlasste mich nicht dazu, mich von der Stelle zu bewegen und das Starren in die Leere zu überwinden.
Also ging ich einkaufen.

Mittwoch, 24. November 2010

Sprache

Die Sprache ist unzulängliche Prothese allen Ausdrucks. Sie befähigt uns zunächst dazu, uns mitzuteilen - zu dem Versuch, das zu sagen, was man ausdrücken möchte, ohne es aber zur Perfektion bringen zu können. Besonders beim Versuch, Emotionen oder emotionelle Sachverhalte zu artikulieren, bemerkt man selbst oft am deutlichsten, dass man es doch nicht so ganz geschafft hat, zu sagen, was man meint.
Sprechen verleiht einem die Möglichkeit, dem Gemeinten mit sprachlichen Schablonen möglichst nahezukommen. Diese müssen aber auch noch vom Empfänger des Gesprochenen identifiziert werden.
Oftmals hinterlässt dann gerade der als am inbünstigsten, notwendigsten empfundene Sprechakt das deutlichste Gefühl von eklatanter Unbefriedigung, Nichterreichen des Ziels oder mangelnder Zweckerfüllung.
Manchmal mag es ratsam sein, sich zu vergegenwärtigen, dass miteinander sprechen zwar zwischenmenschliche Interaktion bedeutet, aber bereits auf einer Abstraktionsebene passiert. Den Vorgang des Abstrahierens kann man schön mit "etwas in Worte fassen" beschreiben. Die Gesprächpartner durchforsten ihr eigenes Repertoir nach jenen Schablonen, die ihrer Ansicht nach dem, was sie meinen, am nächsten kommen. Der "Besprochene" identifiziert logischerweise aber das ihm präsentierte, also die Schablone und das, mit dem, wofür die Schablone für ihn steht, selten aber mit dem vom Sprecher "Gemeinten". Wie sollte er auch? Die Konnotationen sind in Begriffe eingewachsene Erfahrungswelten, behaupte ich - aber das ist ein anderes Thema.

Bei all diesen bitteren Unzulänglichkeiten ermöglicht es ein verbreitertes Repertoire an Schablonen aber dennoch, dem Gemeinten deutlich näher zu kommen. Und auch wenn Prothesen ihren Zweck nie zur Gänze erfüllen können und als Ersatz dienen, so ist doch zu betonen, dass sie nichtsdestotrotz nach wie vor einen Zweck erfüllen.

Donnerstag, 18. November 2010

risk&value

"Besser ist es, ein Opfer menschlicher Schwäche zu werden, als zu den Starken und Unterdrückern zu gehören, welche die Blumen des Lebens mit ihren Füßen zertreten." (Khalil Gibran)

Random Note:
davon inspirierter Gedanke:
You gotta take some risks in life to fill it with value.

Freitag, 29. Oktober 2010

Bildung

Random Note:
Die TitelträgerInnen, aus welchen sich die derzeitige Regierung zusammen setzt, sind das beste Argument für die Notwendigkeit massiver Investitionen in Österreichs Bildung.

Montag, 25. Oktober 2010

wishes

Random Note:
one should be careful of what he wishes for, usually ones intellect won't match it...

Freitag, 22. Oktober 2010

Niederschlag des gesellschaftlichen Metadiskurses

Der Mangel an Schlaf, ein vormittägliches Übermaß an Restalkohol und die gerade rechte Unterforderung am ansonsten verwaisten Arbeitsplatz können eine seltsame, gleichwohl spannende Melange ergeben, die prächtige Voraussetzungen für besondere Aufnahmefähigkeit inspirierender Entdeckungen kreiert.
Leider sind meine Denkprozesse aufgrund jener Vorraussetzungen leider noch weniger als üblich im Stande, mit den Inspirationen mitzuhalten. Mal schauen, was so hängen geblieben ist.
Ich beginne mal mit den offenbar Merkenswertesten Inspirationen:
Zu erstem:
In diesem Forum wird ein trauriger Stellvertreterkrieg auf einer im Prinzip unbeteiligten - oder eher unfreiwillig beteiligten - Person ausgetragen. Nationalismus, Ethnizität und Stolz werden wüst miteinander vermengt, ausgetauscht, nicht differenziert etc. Würde man einen der beteiligten Poster fragen (zumindest soweit ich den Thread gelesen habe), was es heißt, Türke/Österreicher/was auch immer zu sein (in weiterer Folge stets "Österreicher" - jedoch beliebig austauschbar), könnte mir wohl keiner eine Antwort geben, wie mir auch ein Zweiter antworten würde.
Die Leute argumentieren hier nicht für oder gegen Veli Kavlak oder dessen Status, sondern lediglich über ihren eigenen, den sie dann auf den Spieler projizieren. Und um sich selbst ein wenig wichtiger zu nehmen, wird nicht von "ich/mir" und "dir" gesprochen, sondern von "uns" und "euch". In mir widerstrebt sich vieles, wenn jemand, der sich als einer Ethnizität/Nationalität zugehörig fühlt,  mich damit vereinnahmende von "uns" spricht, ohne dass ich mit der Person auch nur irgend etwas zu tun hätte außer vielleicht in geringerem Maße die unwillkürliche Selbstidentifikation als Mitglied einer Gruppe, die sich in den Mantel der Schein-Freiwilligkeit hüllt. Ich bin sicher nicht mit dem Wissen auf die Welt gekommen Österreicher zu sein. Ich habe erst zu wissen glauben begonnen, als mich jemand (anderer als ich) als Österreicher identifizierte - jemand, der sich mittlerweile selbst als solcher erkennt. Dargestellt werden derartige Zugehörigkeiten stets als natürlich, kaum hinterfragt.
Wissen und der gesellschaftliche Metadiskurs um Nationalität, Ethnizität, Kultur etc. (bei welchem es mir schwer fällt, ihn adäquat und umfassend zu benennen) haben sich parasitär im Alltagsverstand eingenistet und gaukeln allen die Illusion vor, logische Konsequenz oder vorherbestimmte Entwicklung eines Naturzustandes zu sein. Dieser Diskurs ist allgegenwärtig, in diesem Beitrag vielleicht offensichtlicher als anderswo. Es wird übersehen, dass Nation, Nationalstaat etc. relativ moderne (sprich junge) politisch indoktrinierte, meist zu gewissen Teilen strategisch motivierte Konzepte sind, die oftmals auf Nationale Mythen rekurrieren und sich stets reproduzieren müssen.
"Wissen" wird (in vielen Bereichen, besonders auch in diesem) häufig dazu genutzt, Behauptungen und Thesen die Charakteristika einer unhinterfragten Absolutheit zu verleihen. Sogenanntes Wissen ist ohnehin eine gefährliche Sache, denn sobald man zu wissen glaubt (und mehr als etwas zu wissen glauben ist meiner Ansicht nach nicht möglich), befasst man sich für gewöhnlich nicht mehr damit und hat seinen Frieden damit gemacht. Ich weiß es, Österreicher zu sein - das ist ja sogar noch schlimmer, da dieses Wissen noch nicht einmal auf Empirie beruht, sondern darauf, dass mir stetig angetragen wird, mich damit zu identifizieren. Und dennoch wird es weniger in Zweifel gezogen, als Wissen, das vielleicht durch diverse Beweise als fundiert erscheint.

Zweiter Punkt:
Natürlich ist es Politik! !! !!!
Wenn man das nicht als Politik ansieht, sollte man den der eigenen Argumentation zugrunde liegenden Politikbegriff nochmals überdenken - danach wird man ihn mit ziemlicher Sicherheit einstampfen. "Die Heimat", "der Staat", "das Land", "WIR haben immer gesagt" - aus jeder Letter trieft hier das Politische. Es hapert nicht an der Tatsache, dass das möglicherweise nicht politisch sei, sondern am mehr als unzulänglichen Politkbegriff und/oder -wissen des Autors. Wenngleich ein Politikbegriff wohl auf immer dazu verdammt sein muss, Unzulänglichkeiten aufzuweisen, Wissen sowiso. Dennoch gibt es wohl bessere und weniger gute Ausformungen davon.
Wenn wir innerhalb eines begrenzten Raumes (auch wenn er unbegrenzt wirken mag) existieren - was wir gewisser Maßen alle tun - und dieser Raum ist nun mal auch politisch definiert - ist es nicht möglich, eine fundierte Aussage von einer diesen Raum von außen betrachtenden Position zu tätigen. Vielleicht kann ich dies ein wenig verdeutlichen, auf die Gefahr hin, noch unschärfer und reduzierter zu werden: Der Raum in dem ich existiere, ist eine Schachtel. Innerhalb dieser kann ich mich halbwegs frei bewegen und ich weiß auch nicht, wie groß die Schachtel ist. Ich kann nur versuchen, sie von meiner Position aus wahrzunehmen bzw. zu begreifen. Die Wände dieser Schachtel sind das Ende meiner Vorstellungskraft, meiner Erfahrungswelt, meiner Denkfähigkeit - im Prinzip meiner Erkenntnisse. Es sind die Dinge, die "meine Welt" begrenzen. Ich kann aber niemandem sagen, welche Farbe die Schachtel außen hat, welche Form oder wo sie sich befindet - und schon gar nicht, behaupten dass ich nicht in der Schachtel bin.

Dritter Punkt:
Eine tolle nachahmenswerte Art und Weise, sich Erkenntnis anzunähern, anstatt "Wissen" zu verbreiten. Und das hat nicht zwangsläufig mit dem Inhalt zu tun.
weniger zum (wichtigen!) Inhalt, mehr zur Form:
Mir gefällt prinzipiell der Ansatz, die interne Diskussion im Rahmen dieses Diskurses extern darzulegen (bzw. "ins Forum zu tragen"). Oftmals ergeben sich besonders durch die gegenseitige gedankliche Befruchtung wunderbar viele neue Erkenntnisse. Wenn dies in der Öffentlichkeit geschehen kann, umso besser! Wäre schön, wenn sich Bildung, Politik etc. (Politik hier gemeint als  enge Definition im Sinne der Polity-Politics-Policy-Trinität) auch davon inspirieren ließen.

Vielleicht gelänge es dann, den Niederschlag des oben genannten Diskurses, der sich scheinbar zu einem gesellschaftlichen Metadiskurses ausgewachsen hat, zu lindern.
Vielleicht gelänge es dann, den gesellschaftlichen Metadiskurs niederzuschlagen und wieder auf ein angemessenes Niveau herunterzubrechen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Moloch

Dear Time! Who are you?! Friend? Foe?
Here, when I don’t want you. Gone, when I need you.
Sometimes I’m tempted to let you run, even to kill you.
Sometimes I wanna hold you back, but I can’t grasp you.
Always around but never here.
Keeping me imprisoned in an invisible cage that drives me.

Named and abused by men.
But revenge seems to be sweeter than honey.
You will be here when we are all gone.
Often loved but never touched.
Since you know about yourself, you won't ever forget.
Are forced to exist.
Revenge seems to be sweeter than honey. Sometimes...

Montag, 11. Oktober 2010

Das Entsetzten, das ich empfand, war unbeschreiblich

...mit diesem treffenden Zitat aus Fear and Loathing in Las Vegas hat ein sehr guter Freund den Ausgang der gestrigen Wiener Wahlen kommentiert.
Der Wahlkampf war nicht gerade von Feingeistigkeit geprägt. Augenscheinlich waren zB die erschreckend schwachen Jugendkandidaten, gab's auch Kandidatinnen? Ich weiß es nicht, aufgefallen wären mir zumindest keine (was - wenn es welche gegeben hat - nicht für sie spricht). Auf Puls4 konnte man den Wahlkampfauftakt der Jugendorganisationen von Rot und Schwarz mitansehen - aber irgendwie auch wieder nicht: Es war nicht mitanzusehen, erbärmliche Darbietungen. Wenn diese Leute Österreichs zukünftige politische Elite sein sollen, na hui.
Der "Kick-off Event" der Roten glich einer von Selbstbeweihräucherung geprägten Veranstaltung, bei der ausschließlich ohnehin schon ideologisch verfestigte Pseudo-Moralritter den Bürgermeister und sich selbst feierten, damit aber ganz gewiss niemanden darüber hinaus erreichten. Noch schlimmer präsentierten sich aber doch die jungen Schwarzen. Einerseits aberwitzig-unterhaltsam (unfreiwillig), andererseits abgrundtief zum Fremdschämen. Getaugt hätte diese Krapfenwald-Gang lediglich für eine neue Clique bei "Saturday Night Fever", dort hätte man zumindest eher derartiges vermutet.
Informationsgehalt der ÖVP-Party im Moulin Rouge war, dass ein "geiler Wahlkampf mit geilen Themen und geilen Kandidaten" seitens der Schwarzen zu erwarten sei. Während sich die männlichen Nachwuchsyuppies ins Kameralicht drängten, waren die Frauen dazu abgestellt, nuttig (sorry, natürlich "lasziv") auf dem schwarzen Hummer - dem "Geilomobil" - zu posieren. Komisch, dass weder Geilomobil noch geile Themen (welche waren das nochmals?) Erfolg nach sich ziehen sollten. Ach ja, einen "Geilomat" gabs auch. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Geilheitsspender, der aber anstatt der erwarteten Kondome (die wären den Schwarzen dann wohl doch zu kess gewesen, was hätte der Papst wohl dazu gesagt?!) Fruchtgummis spendete. Soviel zu "Schwarzem Humor".

Die Spitzenkandidaten waren mit zwei Ausnahmen (nicht überraschend erster und zweiter der Wahlen) profillos und schlecht positioniert. Die beiden unter denen man sich etwas vorstellen konnte, lieferten sich folgerichtig auch einen seltsamen Zweikampf, bei dem einer den anderen nicht als Kontrahenten wahrnahm und der andere mit Niveaulosigkeiten und Hetzte brillierte, ohne Skrupel, sich im nächsten Satz als "Opfer von Schmutzkübelkampagnen" zu geben. Wenn man sich die Wiener - oder die österreichische? -- oder die menschliche? - Seele vergegenwärtigt, verwundert es leider nicht, dass mit "alles ist gut, seid zufrieden"-Attitüde nichts dazuzugewinnen ist und die Zustimmung im Idealfall stabil bleiben kann. So überrascht das Ergebnis noch weniger. Eine Tatsache, die sich besonders in der Zeit einer noch (zumindest psychisch) allgegenwärtigen Krise niederschlägt. Das hätten Parteistrategen eigentlich wissen können.

Diffamierungen, scharfes, mehr als grenzwertiges Profil und eine klare Positionierung unterstützt von einem zweifellos konkurrenzlos gut inszenierten Angriffskrieg (was ua. fehlende moralische Barrieren möglich machten) waren bei dieser Wahl das Mittel zum Erfolg. Die FPÖ hat sich strategisch nur an jene Gruppen gewendet, bei der sie auch erfolgreich sein konnte. Die Blauen polarisierten - man war entweder gegen oder für sie, aber egal war diese Partei wohl kaum jemandem. Aus Kommunikations-Sicht zeigte sich dieses skrupellose Modell als erfolgreich. Die Wahlkampfstrategen fokussierten sich nahezu zur Gänze auf jene Teiche, in denen der von ihnen ausgeworfenen Köder auch auf hungrige Mäuler traf. In denen wollte man so viel als möglich fischen, die anderen ließ man links liegen.
Unzufriedenheit, Angst und gefühlter ungerechter Behandlung wurde das Wort gesprochen, "Blut und Boden" erleben eine Renaissance light. Der Trend vom ethnischen Rassismus zum kulturellen Rassimus fand leider auch Bestätigung.

Den Kleinparteien ist generell sehr wenig gelungen. Bei ihnen schien von hinten bis vorne nichts zu stimmen: unklare Ziele, nicht auf vorhandene Nischen fokussiert, SpitzenkandidatInnen ohne Appeal (BZÖ, KPÖ). Natürlich sind die Ressourcen bei diesen Parteien knapper, aber etwas inspirierter hätte man schon zu Werke gehen müssen. Wie wär's zum Beispiel mit der unreflektierten, hochgradig kritikanfälligen Idee gewesen, die unibrennt-Bewegung ins Rennen zu schicken? Wählerpotenzial hätte doch genug vorhanden sein müssen. Auf solcher oder ähnlicher Basis können durchaus auch Kleinparteien temporär erfolgreich sein.

Der Wahlkampf zur nächsten Wienwahl hat schon wieder begonnen. Die prinzipiell positive Verbannung der FPÖ aus ernsthaften Gesprächen (was hätte sie auch dort verloren?) wird nach sich ziehen, dass sich die FPÖ erfolgreich als Opfer stilisieren kann, das von allen anderen achsogemeinen Parteien gemobbt wird, weil diese sich fürchten. Was besseres könnte den Blauen gar nicht passieren.

Schlussplädoyer: Leider ist es so, dass Migration im Diskurs dieser Wahl als Wiener Problem diskutiert wird und wurde. Tatsächlich ist es jedoch ein globales Phänomen einer kleiner werdenden Welt. Migration ist schlichtweg ein Faktum. Das sagt nichts darüber aus, ob dieses Phänomen positiv oder negativ ist. Es IST. Dies hängt vom Umgang damit ab und leider besteht die Gefahr, aufgrund von Missgunst, Neid, Angst oder was auch immer, eine Self-Fulfilling-Prophecy zu konstruieren, deren Ursachen wiederum ausschließlich bei den "Fremden" (was immer das heißen mag) gesucht werden.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Naivität

Random Note
Ursächlich ist Naivität nicht die Schwäche jener, die naiv sind, sondern derer, die es ihnen als Schwäche auslegen. Dies wird deutlich, wenn man den Begriff mit "Gutgläubigkeit" übersetzt. Denn jene, die naiv sind, gehen davon aus, dass es die Menschen gut miteinander meinen und stehen der Welt im Prinzip (noch) positiv gegenüber. Sie strahlen etwas Unschuldiges aus.
Naivität ist doch wohl eher eine Schwäche derer, die aus Gutgläubigkeit einen Nachteil machen, denn ihnen haftet bereits ein gewisses Maß an Schuld an und sie gehen zumindest bedingt davon aus, dass es die Menschen nicht gut miteinander meinen.

Montag, 4. Oktober 2010

Eine gute Nachtgeschichte für schlechte Abende


Es begab sich zu einer Zeit, in der sich düsterer, schwerer Nebel über das vor wenigen Wochen noch so sonnige Tal legte und auf einmal eine steife Brise allgegenwärtig war. Die Natur zeigte sich in all ihrer Unwirtlichkeit und ließ bereits erahnen, dass sie auch in diesem Jahr keine Anstalten machte, es dem Leben ringsum von nun an einfach zu machen.
Paradoxerweise entschied sich gerade zu diesem Zeitpunkt, der dem Leben länger währende Feindschaft in Aussicht stellte, eine kleine Raupe den Äther der Lebendigkeit in ihre noch schwachen Lungen einzusaugen. Man hätte es sich bestimmt auch leichter machen können – doch hatte die kleine Raupe von Anbeginn ihres Seins neben großer Kraft vor allem eines: Intuition. Ihre Intuition flüsterte ihr „Wer das Leid nicht kennt, wird auch die Freude nicht kennen lernen“ und befahl ihr deshalb, genau zum besagten Moment ihre ersten Zuckungen zu machen. Bereits diese Entscheidung ließ auf die außergewöhnliche Energie schließen, die dieses doch so winzige Lebewesen in sich tragen sollte.
Der Winter, der folgte, war kein einfacher und ja, es sollten noch viele schwierige folgen. Doch kam nach dem Winter stets der Frühling mit seinen duftenden Wiesen und bunten Blumen, sodass die strapazierten Lebensgeister der kleinen Raupe wieder neue Energie schöpfen konnten.
Aber eines jähen Jahres reichten selbst die schönsten und duftendsten Tage des Frühlings plötzlich nicht mehr: Sie vermochten die dunklen Flecken, die die letzten Winter ins Herz der Raupe trugen, nicht zur Gänze mit ihren Sonnenstrahlen zu erreichen. So kam es etwa zu der Zeit im Jahr, als die Pflanzen ihre Früchte trugen, dass selbst ein ausgesprochen schöner Frühling nicht mehr genügte, um den aus der Dunkelheit und Kälte vergorenen Sumpf in ihrem kleinen Herzen trockenzulegen. Sie verspürte auf einmal unangenehme Gefühle, die ihr bisher nur aus den Wintermonaten bekannt waren. Diese Masse in ihrem Herzen war zäh geworden. Es schien sogar, als ob nicht die Masse dem Herzen der kleinen Raupe anhaftete, sondern als ob sie ihren gesamten Körper umgab und vereinnahmte. Da bekam sie große Angst, da sie sich nicht mehr bewegen konnte.
Um nicht noch mehr der furchteinflößenden Masse an sich heran zu lassen, entschloss sich das filigrane Wesen, sich selbst mit einem robusten Mantel zu schützen, der es vollkommen umhüllte. Er nahm der Raupe einerseits die Angst, andererseits die Freiheit, aber keine weitere Kälte und keine weitere Dunkelheit konnten von nun an ihr Herz erreichen. Derart geschützt verbrachte sie den darauffolgenden Herbst, auch der Winter konnte ihr nichts anhaben. Gefangen, gelähmt vom eigenen Schutzschild sagte sie sich immer wieder: "Ich lebe. Ich lebe für die Hoffnung auf bessere Tage."
Eines Tages – oder eines Nachts, die kleine Raupe hatte den Unterschied verborgen hinter ihrem Panzer verlernt – spürte sie etwas, das sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Sie spürte zunächst ein kleines bisschen und dann immer mehr angenehme Wärme. Doch bald darauf wurde ihr so heiß, dass sie panische Angst bekam, in ihrem Panzer zu verglühen. Ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein, drückte die kleine Raupe so lange mit all ihrer Kraft gegen den Panzer, bis dieser von innen zerbarst. Erst jetzt kam ihr in den Sinn, was sie damit angerichtet haben könnte. Sie wollte sich entsetzt umblicken, doch wurden ihre an die Dunkelheit gewöhnten Augen von grellem Licht geblendet. Schnell bemerkte sie ernüchtert, dass ihre Beine noch in der bedrohlichen Masse feststeckten. Langsam nahm sie die wunderbare Umgebung rund um sich wahr: Es war Frühling geworden und es schien, als sei es der schönste, den es je gegeben hatte. Im ersten Moment ging ihr vor Freude das Herz über, aber als sie sich ihrer misslichen Situation bewusst wurde, war die Traurigkeit wieder zurück. Sie versuchte, sich mit ihren Händen zu befreien, aber das wollte ihr nicht gelingen, so angestrengt sie es auch versuchte.
Und wie ging die Geschichte weiter?
Man kann es sich schon denken: Jeder, der an dem kleinen, unscheinbaren Wesen, das im dunklen Sumpf feststeckt, vorbeigeht, würde bemerken, dass das Wesen nunmehr weder klein noch unscheinbar ist. Wenn man ihm begegnet, würde man dem so verzweifelt wirkenden Tierchen laut zurufen: „Wunderschöner Schmetterling, freu dich, es ist Frühling! Warum benutzt du nicht deine kräftigen, bunten Flügel?“ Und der Schmetterling würde seine Flügel benutzen.
Und wenn keiner vorbeikommt, wird es noch ein wenig dauern. Aber eines Tages wird sich der traurige Schmetterling ganz von allein seiner kräftigen, bunten Flügel bewusst werden, empor steigen, über die duftenden, blühenden Wiesen flattern. Und dann wird seine Seele tanzen!

Montag, 20. September 2010

Geschenke

Random Note:
Wer sich die Stärke bewahrt hat (bzw. es als Stärke begreift), Vertrauen & Aufrichtigkeit zu schenken, wird leider manches Mal schmerzlich erfahren müssen, dass diese die Charakteristik einer Schwäche trägt.
Eine warhafte Stärke kann es - aller widrigen Umstände zum Trotz - jedoch nur dann sein, wenn man dennoch weiter daran festhält. Alles andere wäre bloßer Opportunismus.

We gotta stay positive!

Freitag, 17. September 2010

Herrlich, wie progressiv die FPÖ bei manchen Themen ist...

Die FPÖ quasi als politischer Vorreiter der Schwulenbewegung. Das klingt ja fast so glaubhaft, als wenn besagter FPÖ-Gemeinderat sagen würde: "Es waren ja schon die FPÖler, die damals am Heldenplatz zu 100.000en gegen den Einmarsch protestiert haben!"...

Dienstag, 7. September 2010

Afghanisches Opiumparadies der Religion Kommunismus

Mit 14.03.2009 konnte man auf Wikipedia unter Garten Eden (Weitergeleitet von "Paradies") noch folgendes lesen:
„Bekanntlich ist das Paradies ein Ort der Harmonie und des Wohlbefindens. Sämtliche in einer Gesellschaft auftauchende Konflikte treten hier nicht auf, weil es keine sozialen und persönlichen Gegensätze gibt (…)“

Mit heutigem Datum findet sich unter Kommunismus dieser Absatz:
Kommunismus (vom lateinischen communis = „gemeinsam“) ist eine Ideologie und bezeichnet das politische Ziel einer klassenlosen Gesellschaft, in der das Privateigentum an gesellschaftlichen Produktionsmitteln aufgehoben ist und das erwirtschaftete Sozialprodukt gesellschaftlich angeeignet wird, also jedem gleichermaßen zugänglich ist.

Nun liest sich beides artverwandt, Religion und Kommunismus sind aber bekanntlich schwer vereinbar. Der Garten Eden ist zweifellos religiös konnotiert, Religion laut Marx "Opium fürs Volk". Was lässt sich daraus - absolut nicht stringent argumentiert & wenig fundiert recherchiert - ableiten?
  • Kommunismus ist das Paradies?
  • Kommunismus ist eine Religion?
  • Opium für alle ist das Paradies?
  • Der Garten Eden befindet sich in Afghanistan?

...zwar zu wenig für eine Doktorarbeit, aber ein nettes Hirngespinst gibt's allemal her...

Montag, 6. September 2010

Prinzipien? Prinzipien!

Random Note
Am Grübeln.
Long story short:
präsenter gedanke "man muss seine prinzipien stets überdenken, was jedoch voraussetzt, dass man welche hat."

(Montag, September 14, 2009) "Und Sie, mit Verlaub, sind ein blöder Bauer"

Nach einem für mich bisher recht erfreulichen Fußballherbst war ich sportlich gesehen in guter Stimmung und im Besitz von vier Karten für Heim- bzw. Auswärtspartien meiner Grünen. Der Musikherbst ließ sich zunächst etwas schleppender an, doch auch das sollte sich binnen einer Woche ändern. Der einzige wahre Lichtblick war bis dahin der großartige Chuck Ragan, doch auf einmal ließ sich entdecken, dass auch Muff Potter gemeinsam mit Chris Wollard & The Ship Thieves (übrigens neben Chuck der zweite Hot Water Music-Sänger), Frank Turner sowie Strike Anywhere mit Dead To Me in Wien vorstellig werden sollten. Davon motiviert ging's zur Jugendinfo auf eine Runde Tickets.


Mit dem dadurch ausgelösten, unbedachten Freigeben einer Gefühlsregung war der Anstoß zu dem was folgt auch schon gegeben: „Freut sich auf sein persönliches Kulturprogramm für Herbst: 4x Stadion, 4x Konzert“ war auf meinem Profil eines Social Networks zu lesen. Es dauerte nicht lange, bis die drohende Frage an mich gestellt wurde, wie ich denn Fußball als Kultur bezeichnen könne. Zunächst war ich doch ziemlich perplex und konnte mir nicht erklären, wie und warum man Fußball als nicht-kulturell ansehen kann. Als spontane Idee kam es mir, auf dieses Posting äußerst provozierend mit einem „Und Sie, mit Verlaub, sind ein blöder Bauer“ zu reagieren. Dadurch hätte ich das Gespräch folglich auf sehr niedrigem Niveau in ein Zementbett gestoßen. Vor allem aber hätte es letztlich nur Falsches reproduziert. Beim zweiten Nachdenken darüber kam ich dann für mich zu dem Schluss, dass ich keinen Sinn darin sehe, Teil eines Gesprächs zu sein, das uns beide dümmer macht. Somit fiel meine Antwort anders aus, vielleicht sogar hinterlistiger. Ich fragte mein Gegenüber, was denn Kultur sei. Auf diese Frage war kaum eine zufriedenstellende Antwort zu geben, wie ich selbst während meines Studiums als auch privat feststellen konnte und immer wieder kann, wenn ich mir so meine Gedanken mache. Doch das Nichtvorhandensein einer zufriedenstellenden Antwort macht das Stellen der Frage keineswegs überflüssig, eher im Gegenteil. Sollte eine Antwort überhaupt jemals als zufriedenstellend angesehen werden? Ich glaube nicht, aber ich schweife ab.

Als Reaktion kam zunächst Unverständnis, so als wisse doch jeder, was Kultur sei. Dann konnte die Antwort ja auch nicht so schwer zu finden sein, oder? Der erste Versuch der Beantwortung meines Kritikers lautete nun: Kultur beinhaltet Bilder (?!), Musik, Theater - „Kunst“ im allgemeinen (was immer man dann auch darunter versteht, dachte ich mir), Bücher und so Zeugs. Nicht ganz überrascht wollte ich wissen, ob Fanchoreographien (also Bilder bzw. Theater), Chants oder zum Beispiel Bücher über Fußball noch Kultur sind, oder schon nicht mehr. Ich erhielt keine Antwort.


...jetzt wird’s ein wenig abstrakt (& ich schweife endgültig ab)
So war das dann. Ich konnte daraus viel mitnehmen, das mich weiter beschäftigte. Ich kam bei diesem Mal zu dem Schluss, dass Kultur etwas ist, das uns in den Strukturen innerhalb „unserer“ Vorstellungen von Realität hält und uns auch (zumeist nur temporär) daraus ausbrechen lässt. Natürlich ist auch diese Definition keinen Deut besser oder umfassender als die meines ehemaligen Gesprächspartners. Sie bot mir aber einen für dieses Mal guten Ansatz, mich weiter damit auseinander zu setzen. Nach diversen Anregungen muss ich gestehen, dass die Gedankensprünge recht groß sind... aber so ist das nun mal. Möglicherweise wird deshalb laufend da & dort noch was ergänzt, um den Text nachvollziehbarer zu machen. Zu Verhältnissen von Realität bzw. Kultur zB: Realität steht für mich für die Strukturen, in denen wir uns bewegen - sie ist also nicht absolut; Kultur ist das WIE wir uns in den Strukturen bewegen, recht grob gesprochen.

Seit längerem begleitete mich schon ein großes Unbehagen bei dem Gedanken, dass mir eine Realitätsvorstellung infiltriert wurde und wird, ich verstehe das als stetigen Prozess. Irgendwie war es folglich moralisch schwierig für mich, mich bewusst diversen Reproduktionen hinzugeben, wo ich zumindest in manchen Fällen zu wissen glaubte, welchem zweck sie dienen. Doch das Wörtchen „moralisch“ ist gefallen. Wenn mir jemand mit Moral daherkommt (der nicht ich selbst ist und selbst dann vielleicht), bin ich schon wieder im gleichen Spiel. Moral ist oftmals einer dieser Reproduktionsapparate. Der Versuch, sich selbst aus der „Realität“ zu nehmen, ist kein sinnvoller. Erstens ist man, so bald man sich das erste Mal Gedanken darüber macht, schon mitten drin und zweitens würde – banal gesagt – das Leben einfach keinen Spaß machen, wenn man versucht, sich permanent aus dem Konzept bzw. der Gesellschaft zu stellen. Doch sich zumindest Gedanken darüber zu machen, ist meiner Meinung nach legitim, sogar notwendig. Der Grat ist aber ein sehr schmaler, wie man zum Beispiel an Louis Althusser und Michel Foucault sehen kann, die meiner Ansicht nach als Personen gewissermaßen an der „Realität“ gescheitert sind, von einem Standpunkt innerhalb der Realitätsvorstellung betrachtet. Nicht jedoch ihre Theorien darüber, wie ich finde.

Was hat das ganze Geschwafel nun für einen Zweck? Keine Ahnung, vielleicht keinen. Vielleicht war mir gerade danach, das zu schreiben. Vielleicht, dass ich es nun mit meiner eigenen Moral problemlos verbinden kann, mir in Kürze ohne analytisches Interesse eine banale Sitcom anzusehen und dies als bereichernd zu erfahren, auch wenn ich Stuart Halls Konzepten der Machtreproduktion durch Massenmedien einiges abgewinnen kann. Vielleicht, dass ich bei einem Fußballspiel vorbehaltlos meine Mannschaft anfeuere, vielleicht, dass ich mich stets auf Weihnachten freue, wenngleich mir die religiösen Gründe dafür fehlen, vielleicht, dass ich manche Szenarien genieße, obwohl ich sie eigentlich kritisieren müsste, vielleicht dass es für mein Leben nur eine Logik gibt und zwar meine eigene.

Zwar sind manche dargebrachten Gedanken auch etwas beängstigend, für mich bedeutet das aber keinesfalls, dass ich innerhalb dieser „Realität“ keine Räume finden darf, in denen ich mich wohl fühle. Mit dem sogenannten Wissen, das innerhalb einer Realitätsvorstellung gilt, möchte ich halt etwas vorsichtig sein. Ich möchte die Weisheit nicht mit Löffeln fressen, ohne sie mir genau anzusehen. Am Ende handelt es sich vielleicht um Analog-Weisheit, die mir den Magen verdirbt. Aber wer weiß, vielleicht würde ich es auch gar nicht merken. .

Warum ich arroganter, selbstverliebter Pseudo-Autor alles in der Ich-Form schreibe? Weil es für mich zutrifft und ich, zumindest soweit es mir bewusst ist, kein Prediger irgendwelcher Strukturen sein möchte (auch wenn das kaum möglich ist, wie man schon an dieser Niederschrift sieht). ..puh, die Leute müssen mich für komisch halten...
EDIT: Es geht mir im ersten Teil nicht darum, darauf zu pochen, wie geil Fußball ist. Zugegeben, ich mag's halt. Aber Dinge deswegen als nicht-kulturell zu bezeichnen, weil man sie nicht mag... - das war der Stimulus, um zu schreiben.

(2009-03-14) Roast your sins away!

Himmel, Hölle, Fegefeuer – und wo dabei das Huhn ins Spiel kommt „Bekanntlich ist das Paradies ein Ort der Harmonie und des Wohlbefindens. Sämtliche in einer Gesellschaft auftauchende Konflikte treten hier nicht auf, weil es keine sozialen und persönlichen Gegensätze gibt (…)“ – so ist es zumindest im Wikipedia-Artikel „Garten Eden“ unter „Soziale Deutung“ nachzulesen. Man darf sich also Hoffnungen darauf machen, Gleiche/r unter Gleichen sein, wenn man denn zu Lebzeiten stets anständig und gehorsam war. Im Gegensatz dazu steht die Vorstellung der Hölle: Jene, die sich alles andere als redlich verhalten, schmoren im quälenden Höllenfeuer, ohne jemals darin zu verbrennen. Dazwischen gibt’s natürlich noch das Fegefeuer, denn der unmittelbare Zugang zum Paradies ist niemandem möglich, da in diesem Gedankenmodell jede/r zumindest durch die Erbsünde vorbelastet ist und somit mehr oder weniger Zeit im Fegefeuer zubringen muss. In diesem gilt es dann, die angesammelten Sünden herauszubrutzeln, um anschließend geläutert das Paradies zu betreten.

Das „Hühnerparadies“!
Scheinbar befindet sich ein Paradies auch in Wien, das sogar mehrfach. Ohne danach gesucht zu haben, stach mir unlängst das Hühnerparadies ins Auge. Ein Freund gab mit der provokanten Frage „Na, ob das die Hühner auch so sehen?“ den Anstoß, darüber mal nachzudenken. Wo sind die Gemeinsamkeiten zu den drei besprochenen Ebenen? Zur Hölle fällt es eher schwer eine zu finden, zum Paradies hingegen weniger: gerupft, geköpft und gespeert ist ein Huhn gleich dem anderen, aber Harmonie? Möglicherweise. Wohlbefinden? Eher nicht.
Somit handelt es sich bei derartigen Hühnerparadiesen wohl doch um Hühnerfegefeuer, welche die Hühner durchschreiten müssen, um von ihrer Ursünde erlöst zu werden. Diese besteht folglich darin, dem Menschen in rohem Zustand nicht bekömmlich zu sein – eine Sünde, die dem Huhn herausgebrutzelt wird. Sobald das geschafft ist, kann der Vogel nun seiner paradiesischen Aufgabe zugeführt werden, die es ist, dem Menschen zu munden. Ist es nun auch die Aufgabe des Menschen, als Nahrung zu dienen? Das mag gut sein, vielleicht nährt der Mensch den Glauben an ein Paradies, für das man schon so manches in Kauf nimmt, um letzten Endes womöglich damit jemand anderem dienlich zu sein? Man weiß es nicht. Interessant an der Geschichte mit dem Federvieh ist noch Folgendes: Als „glücklich“ werden ironischerweise jene Hühner bezeichnet, denen es – nach menschlichem Ermessen – zu irdischen Zeiten gut ging, selten aber die ausgelutschten Gebeinhaufen oder gar die Seele der Tiere nach dem erfolgreichen Transfer ins Paradies.

Homo Sapiens Domesticus?
Eines muss man den Tieren aber zugute halten: Sie wurden zumindest nicht vor die Wahl gestellt, sie haben sich nicht für diese Version des Ablaufs entschieden. Im Gegenteil, er wurde ihnen von außen aufgezwungen. Hühner kennt man heute in der Zuchtform Gallus Gallus Domesticus, als vom Menschen domestiziert. Auch die Gattung des Homo Sapiens scheint domestiziert, allerdings von internen Kräften. Warum zähmt der Mensch also? Anhand des Huhns wird der Grund deutlich: Er macht sich dadurch etwas dienlich, und zwar das Domestizierte. Somit liegt die Vermutung nahe, dass die Grundidee der Bändigung der Menschen durch Ihresgleichen darin besteht, viele davon wenigen dienlich zu machen. Mittel zum Zweck scheinen oftmals Sinngebungssysteme konstruiert aus normativen Werten zu sein, wobei wahrscheinlich jedoch erst das Stellen der Frage nach dem Sinn das dringende Bedürfnis nach deren Beantwortung auslöst. Da diese Frage aber schlichtweg nicht absolut zu beantworten ist, wird sie oftmals mit taktischer Finesse eingesetzt. Stellt man den Fragenden die Antwort für gewisse Gegenleistungen in Aussicht, so sind diese eher bereit, solche Leistungen zu erbringen. Glauben generell ist an sich nichts Verwerfliches, doch die Bändigung der Gedanken mittels konstruierter Antwortmodelle wohl doch.
Wie könnte nun ein Resümee von alledem lauten? Vielleicht „Don’t be a chicken“, ich nehme aber Abstand davon, eine solche Empfehlung explizit auszusprechen, da mir dies nicht im Geringsten zusteht. Der große Vorteil der Menschen gegenüber den Hühnern sollte schließlich darin bestehen, frei in dem zu sein, was man (nicht) glaubt.

(Freitag, Oktober 31, 2008) I was made to know just as water’s made to flow...

Ob sich Chuck Ragan wohl der Tatsache bewusst war, dass er in seinem herzzerreißenden Schmachtfetzen „Valentine“ gleich mal so nebenbei den Sinn des Lebens mit entschlüsselt? Man darf’s angesichts des Kontexts, dem 'seine' Worte zu entnehmen sind, bezweifeln. Im Grunde genommen ist es ohnehin nicht von Relevanz.
I was made to know just as water’s made to flow“ – da ist es diesem Mann doch tatsächlich gelungen, in meinem Kopf ein leichtgängiges Bild zu zeichnen, ohne dieses allzu plump wirken zu lassen, dem viel Schönes zu entnehmen ist (& das, obwohl er diese Aussage genau genommen so gar nicht getätigt hat - im Original 'I say it's made to know...'). Zwar ist es so eine Sache mit DEM Sinn des Lebens, aber doch wird die populärste aller Fragen seit Jahr und Tag genau danach -nach ihm, DEM Sinn- gestellt. Hier mein bescheidener/anmaßender Versuch, in aller Einfachheit Antwort darauf zu geben: Der Sinn des Lebens ist es, Wissen zu gewinnen oder treffender gesagt: zu Erkenntnis zu gelangen. Ich vertrete die Ansicht, dass Wissen niemals absolut ist und Wahrheiten immer auch nur innerhalb gewisser Kontexte ‚wahr’ sind, also geht es wohl doch eher um Erkenntnis denn um so genanntes Wissen. Zentral ist hierbei der permanente Prozess, nicht ein Status, den man zu erreichen versucht. Insofern gefällt mir auch der Übertrag aufs Wasser, es fließt, es ist da um zu fließen, ohne sich dafür entschieden zu haben, aber vor allem: es ist nie fertig damit zu fließen!
Natürlich kann man den Sinn des Lebens (um der Fragestellung wiederum gerecht zu werden auf EINE Verhältnismäßigkeit herunter gebrochen – dies bedingt folglich recht allgemeine Formulierungen) auch mit anderen Worten beschreiben, denen aber doch auch das Gleiche zu entnehmen ist. Prinzipiell dreht sich’s doch darum, dass es einem gut geht. Geht’s dadurch jemand anderem schlecht, [sollte] es einem selbst wieder weniger gut gehen. Folglich müsste sich ein Gleichgewicht ergeben. Diesem Ideal strebt ‚der Mensch’ latent auch zu, ohne es jemals zu erreichen. Aber wie gesagt: Das Zustreben ist der Sinn, nicht das Erreichen. Somit lässt sich der Sinn auch nicht so einfach erfassen, da man immer auf ein vermeintliches Ziel zustrebt, das man allzu leicht mit dem Sinn verwechselt.
...Es war ja schon vorhersehbar, nun kommt’s, wie’s kommen musste: Der Weg ist das Ziel! Für diese erbärmliche Phrasendrescherei kann ich mich im Moment gerade selbst nicht leiden, darum möchte ich das hier nicht so stehen lassen: Der Weg ist der Sinn! So, jetzt geht’s wieder, so halbwegs...

9.2.09: Gestern: ein wunderbares, authentisches Konzert im (für Konzerte mMn. eher wenig geeigneten) Chelsea mit einem grundsympathischen, sich intensiv seiner eigenen Musik hingebenden Chuck Ragan. ...wunderbarer Auftritt mit einer ironischen Komponente: Valentine hat er nicht gespielt :)
Alles in Allem eine seeehr feine Sache!

15.2.09: Mehr gedanklich Artverwandtes von mir bald im neuen Bagger...

21.3.09: ...bitteschön - Roast Your Sins Away!

(Freitag, Januar 11, 2008) die schlagzeile des tages!

and the winner is:

GOTT HAT GEHEIRATET UND WIRD WIEDER VATER!
(quelle: news.orf.at/ticker/276401.html)

wie der orf zu solchen exklusivstorys kommt, wird wohl immer ein rätsel bleiben...


26.3.09: ok, ok, in die fußstapfen des vorgängers zu treten wird wohl nahezu unmöglich sein, aber abgesehen davon is die doch auch ganz nett:

PHANTOM-MÖRDERIN LÖST SICH IN LUFT AUF
(http://www.orf.at/090326-36537/index.html)

- was kann man dazu sagen: that's what phantoms usually do...


18.8.09: PURE GEWALT ALS EINZIGES MITTEL
  (http://www.orf.at/090818-41619/index.html)
wie geil, net nur, dass der Wissenschaftler a mathematsiche Formel zur Eindämmung einer Zombie-Plage aufstellt ("Pure Gewalt als einziges Mittel (...) Der einzige Ausweg wären extrem schnelle Gegenangriffe mit höchstmöglicher Aggressivität") - er setzt nu ans drauf, wenn's zu sei'm Namen kommt:
"Die Studie wurde vom Mathematikprofessor Robert Smith? und einigen seiner Studenten verfasst. (Das Fragezeichen gehört zu Smith?s Nachnamen, 'zumindest nach australischem Recht', wie der gebürtige Australier auf seiner Website erklärt, und unterscheide ihn 'von dem Typen von The Cure'.)" - definitiv a cooler Typ!

(Samstag, Juni 23, 2007) scheibbs, der nabel der welt

   gestern war die tatsächlich traurige nachricht vom tode georg danzers in den medien präsent bis dominant - durchaus nicht zu unrecht.
die respektvolle ehrerbietung hatte allerdings auch eine etwas skurrile komponente zu bieten.
19:58 uhr: newsflash, zib20 oder ein anderes juwel der 07er orf-reform brachte eine art kurzen nachruf auf danzer. lethargisch lieg' ich vor dem fernseher ohne auch nur im geringsten mit dem zu rechnen, was in kürze auf mich einprasseln sollte: zwar ist von georg danzer die rede, in den zugehörigen bildern sieht man zunächst allerdings nur leopold gansch, den scheibbser(!) bürgermeister. wer nun an ein versehen glaubte, der sollte irren. einige sekunden später kam auch noch die derzeitige kulturstadträtin & designierte bürgermeisterin meiner heimatstadt, frau christine dünwald, zu ihrem auftritt. zwischen den beiden zwängte sich schließlich auch georg danzer ins bild.
ich schätze scheibbs zwar sehr hoch, aber in einem nachruf, der eigentlich die größten leistungen einer person nochmals illustieren sollte, den erhalt der scheibbser ehrenbürgerschaft zu zeigen, sind dann doch schon zu viel der lorbeeren für die ötscher-"metropole"

(Donnerstag, März 08, 2007) Wien, Wien, nur du allein!

    Pah! Wien ist anders ...da
fängt sich's schon mal an. "Anders" is ja wertneutral, sagt also in etwa soviel aus wie "Wien ist vorhanden", ob man das nun gut findet, oder nicht, bleibt einem sehrwohl selbst überlassen.
Jetzt zum eigentlichen Grund meiner Niederschrift: Sämtliche der Stadt verliehenen (für die Stadt typische/symbolische) Attribute sind entweder obsolet, missinterpretiert oder glatt gelogen, hängt von der jeweiligen Seite der Betrachtung ab. Als Beispiele seien folgende genannt:
Zu aller erst der berühmte (oder doch berüchtigte?) "Wiener Schmäh", also ich weiß ja nicht, aber "Heast Oida, schleich di!" ("Oida" wahlweise durch "Hawara", "Wappla", "Gschupfta" usw. usf. ersetzbar) klingt weniger charmant, als man es dem Wiener gerne zuschreibt. Was hält also die Legende des Wiener Schmähs weiter am Leben? ...jaja, ich weiß schon, ironischerweise der tote Falco, aber den hab ich nicht gemeint... Wahrschscheinlich ist es die Tatsache, dass Wien-Touristen niemals auf die Idee kämen, solche Insultierungen könnten ernst gemeint sein. Und da sie die Aussage ansonsten nicht zuzuordnen vermögen, wird sie der mystisch-abstrakten Kategorie des "Wiener Schmähs" untergeordnet, um sich nicht eingehend mit ihr zu befassen. Oder es liegt daran, dass sich der gemeine Wien-Tourist ganz abgesehen vom Inhalt freut, dass überhaupt jemand mit ihm spricht, besonders wenn er Deutscher oder Franzose ist? Dem realen Wiener Schmäh entspricht eher der Erhalt eines maßlos geschärften Kebaps, weil man dem Verkäufer nicht gefällt und sogar der ist lustiger, da das saure Gesicht eigentlich nur Chili als Grund hat und nicht das Wahrnehmen von erschreckender Belanglosigkeit, mit der so manch Verzweifelter in der selbsternannten Weltstadt versucht, jeden Tag einzeln zu überleben.
Auch die "Wiener Gemütlichkeit" endet in Wahrheit beim Ausgang des Stammkaffeehauses, um vom Gehetze zur nächsten U-Bahn verdängt zu werden. Man könnte ja im schlimmsten Fall den nächsten Zug verpassen und somit gezwungen sein, ganze zwei Minuten warten zu müssen. Das irrsinnige Motiv dieses Ansinnens fußt auf der Unfähigkeit, den Weg als Ziel zu begreifen, so abgedroschen das klingt. Ein Wiener kann scheinbar nur am Ausgangspunkt oder am Ende eines Weges glücklich sein, aber niemals dazwischen. Es gibt kein entspanntes Spazieren, Schlendern oder gar Lustwandeln, da dies möglicherweise zu viel Zeit in Anspruch nehmen könnte, die man am Ende des Zieles scheinbar viel besser nutzen könnte. So wird's zumindest vermutet, denn nun zu etwas, das daraus resultiert und dass wienerischer ist, als etwas nur wienerisch sein kann: "Feidheit", dafür gibt's glaub ich keinen schriftsprachlichen Ausdruck. Jetzt kennen sich sicherlich manche nicht aus, aber der typische Wiener ist "feid", das will ich festgehalten haben. Er ist so erpicht darauf, genug Ressourcen anzusammeln, um nicht feid sein zu müssen, dass er sich selbst befremdet, wenn er es tatsächlich einmal nicht ist. Sogar im Urlaub will es ihm nicht gelingen.
Die traurige Liste der unpassendsten aber scheinbar typischen Klischees ließe sich noch um vieles erweitern, vielleicht mach ich das auch irgendwann, momentan fällt mir aber nur die nicht ganz so blaue Donau ein...

Und trotz allem lässt sich's dort ganz gut leben. Außerdem: Lichtblicke gibt's ja auch, zB Manner-Schnitten
Nachtrag: 
070503
zur wiener gemütlichkeit
(und: ja, zumindest in diesem punkt fühle ich mich bestätigt ;-)
http://www.orf.at/070502-11876/index.html
http://www.richardwiseman.com/quirkology/latest2.html


070926
um meinem ambivalenten wien-verhältnis genüge zu tun: im preuniversitären vakuum ist wien tatsächlich mehr als aushaltbar. darauf eine mannerschnitte!

Sonntag, 16. Mai 2010

Was bedeutet zermartern?

Zermartern kommt häufig in der Wortgruppe "sich das Hirn zermartern" vor und bedeutet in diesem Zusammenhang, sich gedanklich intensiv bis hin zu destruktiv mit einer bestimmten Thematik auseinander zu setzen. Der Begriff hat in dieser Verwendungsweise die Konnotation von etwas Aussichtslosem.