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Dienstag, 20. August 2013

Gedanken zum Abschied

...jeder Gedanke an das Leid eines wichtigen Menschen bricht einem das Herz. Immer und immer wieder. Gleichzeitig erinnert jeder einzelne aber daran, dass man selbst noch ein Herz in sich trägt. Und nur jene, dies es einem formen, sind auch in der Lage, es schmerzen zu lassen - eine Tatsache, die letztlich die größtemögliche Wertschätzung darstellt.
...die ruhigen, bedachten Menschen sind es, die die Welt im Gleichgewicht halten.
Im Gegensatz zu denen, die ständig darauf aus sind, ihre wichtige Rolle in der Welt lauthals zu reklamieren, sind die besonnenen jene, die auch tatsächlich - und das oft unspektakulär - eine ausfüllen.

...Menschen, die das Richtige tun, ohne einer Kosten-Nutzen-Rechnung zu folgen, sondern aus gutem Willen und Charakter, sind in einer Welt, die vor allem damit beschäftigt ist, sich selbst zu inszenieren, das Indiz für das Echte & Wahrhafte.
...tatsächlich ist das Leben alles was man hat und wenn man schließlich soweit ist, alles zu geben, steht dem Akt nichts mehr entgegen: wer alles gibt, hat nichts mehr zu verlieren.

..."In der Ruhe liegt die Kraft", sagen sie. Hm, auch in der ewigen?

The Flatliners - Eulogy

Donnerstag, 12. April 2012

Donnerstag, 18. August 2011

Das wird teuer!

Manchmal drohen einen die von vielen in der Gesellschaft unhinterfragt als Sünden angesehenen Taten der Vergangenheit einzuholen.
Manchmal ist (begangener) ziviler Ungehorsam aber auch ein Zeichen dafür, dass Demokratie und Integrität es ab und an schaffen, im Sturm aufzuflacken, wenn es ihnen gelingt, den darin transportierten Sauerstoff zu nutzen - die Gefahr, dabei jemanden zu reizen, ist Teil des Sinns. Alles unter der Voraussetzung, dass dies nicht opportun, sondern idealistisch motiviert ist.

Aber das gilt es in Kauf zu nehmen - ansonsten wäre das auf der eigenen Brust prangernde Commitment auch nicht mehr als bloßer Opportunismus und der Idealismus dahin.

Etwas wirr, ich weiß - wer Klarheit möchte, sei eingeladen, diese bei mir einzuforden.

Dienstag, 19. Juli 2011

Nun sag, wie hast du’s mit der Religion? - Am besten gar nicht.


Soll ja jeder an das glauben, was ihm/ihr sinnvoll erscheint - aber dass Leute mit derart reaktionären Meinungen wie diesen http://bit.ly/ru6nED und http://bit.ly/qv5A3S etwas zu sagen haben können und darüber hinaus sogar noch Gehör finden, ist erschütternd. Da kommt mir die Galle hoch!
Ohne jemandem zu nahe treten zu wollen, halte ich Religionen, in denen derartige Personen ein gewichtiges Wort zu sagen haben, für menschenverachtend und in ihren Strukturen existenziell Probleme schaffend, denn lösend.

Kühne Prognose: die Welt wäre ohne das Joch des Machtapparats Religion deutlich glücklicher – diejenigen, die glauben möchten, benötigen dieses nicht dazu. Alle anderen ohnehin nicht.

"Sie stehen fast sechs Millionen Katholiken gegenüber, die in Österreich über eine starke Lobby verfügen." - dieser Satz verdeutlicht meine Ansicht auf recht pragmatische Weise (in Bezug auf die Katholische Kirch in Österreich): Die lautstarken Religionen sind ideologische Repressionsapparate, die stark und oftmals unreflektiert oder sogar hofiert lobbyieren können.

Ein Zitat, das mir oft - so auch beim Lesen der Interviews in den Sinn gekommen ist: „Wo kein Charakter mehr Geduldet, sondern nur Gehorsam, da geht die Wahrheit und die Lüge kommt“ - Ödön von Horvath (ironischer Weise aus „Jugend ohne Gott“)

Dienstag, 31. Mai 2011

Substitut-Gedanken

Manchmal wundere ich mich, wie angestrengt ich mich mit - durchaus (abgrund)tiefgründigen - Gedanken auseinandersetze, weil es mich innerlich drängt, mich eigentlich mit anderen auseinanderzusetzen.
Mit den anderen gehen aber Schwierigkeiten in der Auseinandersetzung einher, weshalb es mir schwer fällt, mich damit zu konfrontieren. Verdrängen ist weder Ziel noch Sinn, das Schüren lodernder Glutnester ebenso wenig.
Diese Glutnester sorgen immer wieder für den Antrieb, mir das Gehirn über sie zu zermartern - allerdings über die kleinen, weniger über die großen. Die kleinen gehen dadurch recht verlässlich aus, warum also nehme ich also aktuell kaum große in Angriff?
Aufrichtigerweise wohl, weil die Glut der großen zwar heiß genug ist, um filigranes Empfinden taub zu machen und somit auch Schmerz zu bereitet. Andererseits ist das gebannte Starren in die Glut aber nach wie vor wohl zu faszinierend, um sowohl den Willen zu entwickeln, diese in Rauch aufgehen sehen zu wollen, als auch um die Kraft und Strategie zu entwickeln, die davor schützt, mich böse zu verbrennen.
Also bleiben's vorerst weiterhin die kleinen und die großen gehen hoffentlich irgendwann von selbst aus...

Dienstag, 10. Mai 2011

Blick für's Wesentliche ...?

Es gibt Zeiten im Leben, in denen jenes, was man dem eigenen Dafürhalten nach als lebenswert angesehen hat, ein klammheimliches Rückzugsgefecht führt - welches dadurch notwendig wird, da als wesentlich geltende Dinge dazu tendieren, die persönlichen Ressourcen - zeitlich, psychisch, physisch - zunehmend zu vereinnahmen. Das Wesentliche (oder zumindest das hier so bezeichnete) sind im konkreten Fall primär Dinge wie sich das Leben zu finanzieren oder an der Diplomarbeit zu schreiben ...Nun gut, gewiss sind sie nicht unwesentlich und funktionieren zufriedenstellend, aber zu den Bestandteilen, die das Leben lebenswert machen, kann ich sie ehrlicherweise nicht zählen (was aber nicht bedeutet, dass beides nicht immer wieder dazu im Stande ist, mir Freude zu bereiten).
Die Krux daran ist ironischer Weise jene, dass die wesentlichen Dinge oftmals dazu führen, auf der Stelle zu treten, weil das Gespür fürs Lebenswerte an Ausprägung verliert. An dieser Stelle würde ich mich aktuell selbst verorten. Wenn ich mir also aktuell die Frage stelle, was das Leben lebenswert macht, fällt es mir ein wenig schwer, spontane Antworten zu geben, die ich mir selbst auch noch glauben soll (natürlich gibt's so Zeugs wie Liebe, Kinder etc. - aber dazu habe ich momentan schlicht nichts zu sagen). Im Prinzip folge ich der Einstellung, dass persönliche Weiterentwicklung vieles davon ausmacht, was man als Leben im besten Sinne ansehen möchte. Mein Gespür für diese Entwicklung war gefühlt schon deutlich ausgeprägter, wird momentan jedoch leider zurückgedrängt - was einem in der Rekapitulation eine ziemliche Breitseite verpasst...
Ich verstehe mittlerweile, warum viele die Überschaubarkeit ihres eigenen Horizonts nicht erkennen - sie müssen sich aufs Wesentliche konzentrieren oder mussten es zumindest einmal und haben darüber Hinausgehendes aus den Augen verloren. Ich muss es glücklicherweise nicht, es ist lediglich der momentane Weg des geringsten Widerstands - den in mir vermehrt spürbaren ausgenommen. Die Wahrnehmung für letzteren beizubehalten ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme und die mir in der Folge die Möglichkeit offen lassen soll, meine Konzentration aufs Wesentliche anstatt aufs Lebenswerte als lediglich temporär zu begreifen. Na hoffentlich gelingt's! Time will tell...

Freitag, 8. April 2011

Wer wird denn Äpfel mit Bananen vergleichen?

Ich sitze mangels spannender Alternativen in jenem Haus, in dem ich aufgewachsen bin vorm Computer, der die eine oder andere Stunde meiner Jugend verschlungen hat.
Frei nach einem Wittgenstein-Zitat folge ich heute dem Motto "Wenn man nichts zu tun weiß, sollte man es lieber lassen" (Ich hatte Wittgensteins Zitat folgendermaßen in Erinnerung: "Wenn man nichts zu sagen hat, sollte man besser schweigen", Wikipedia erzählt mir aber, dass es so lautet: "Wovon man nicht reden kann, darüber muss man schweigen" - hat beides was für sich, das "sollte" in ersterer Version liegt mEn der Realität aber doch näher) - das Ganze taugt zugegebner Maßen zu keinem brauchbaren Lebensentwurf, den ich guten Gewissens vertreten kann, aber immerhin als Credo des jetzigen Abends ...& in der eigenen Konsequenz zu konsequent zu sein, ist weder möglich noch sympathisch :)
Was geht einem also so durch den Kopf, wenn man sich einen unspektakulären Tag einer unspektakulären Woche unmittelbar vor einem als unspektakulär erwarteten Wochenende nochmals durch den Kopf zieht?
Ich hab' mir heute Bananen gekauft. Die waren im Angebot: 1 kg für 0,89 Euro. "Schön" hab ich mir gedacht und sogleich zugeschlagen. Auf dem Weg in meine Wohnung dann der Gedanke (erschreckender Weise erst da): Moment. 1 kg Bananen ist halb so "teuer" wie 1 kg Äpfel?! Und da sag noch einer, das geht mit rechten Dingen zu - Äpfel, die in Österreich nahezu überall anbaubar sind, kürzere Transportwege mit sich bringen, weniger Lagerhaltungskosten verursachen müssten, kosten rund 2 Euro das Kilo (und auch das kommt mir günstig vor), Bananen dagegen um 1,10 Euro weniger. Hm. Mag sich jedeR seinen Teil dazu selbst denken, ich möchte keine globalisierungskritischen Brandreden halten - außerdem wirkt's ohnehin nachhaltiger, wenn jedeR für sich selbst draufkommt :) ...und da glauben viele tatsächlich, die Finanzkrise hätte die wirtschaftlich "logischen" Relationen durcheinander gewirbelt - na die Logik, die vorher bestanden haben soll, will mal erklärt werden.
Das Bedenklichste daran ist wohl, dass derartige Sachverhalte offenbar nicht mal mehr im Stande sind, mich im ersten Moment zu verwundern. Auf der einen Seite beschämt mich das immer wieder mal, auf der anderen bin ich auch ein Kind der Gesellschaft, in die ich hinein geboren wurde - blind für so viele Dinge. Ein Kampf gegen Windmühlen, den ich ehrlich gesagt nicht zu kämpfen gedenke. Aber zumindest ab und zu einer dieser Mühlen im vorbeigehen eine reintreten, das muss dann schon sein.

Montag, 14. Februar 2011

cursing concrete (makes you feel better from time to time :)

...being satisfied with ones achievements of the day, a relaxing shower, fresh linen, the right track...
and all of a sudden - by pure accident - there comes by serenity.
 

Samstag, 1. Januar 2011

Freitag, 10. Dezember 2010

All I want for Christmas is New Year's Day

All I want for Christmas is New Year's Day

Quite impressive lyrics to me (eventhough the song itself is pretty lame):

"Everybody waits for Christmas
For me it's New Year's Day
That's gonna come and take my blues away

I'm wishing on the stars for Christmas
And hoping for a better day
When it doesn't hurt to feel this way

And everywhere there's joy around this
first day of time of year
And happiness has never felt so far away

All of the bells ringing out for Christmas
I'm singing Goodbye to the year before
I know that the next one will be different - soo much more

All of the bells ringing out for Christmas
And I'm not supposed to feel this way
All that I want this year for Christmas is New Year's Day

It's only seven days 'till Christmas
Six more 'till New Year's Day
It's not a good time to feel this way

Everywhere the snow surrounds you
And melt your troubles away
I can only hope to feel the same

I know that we're tired in the joy
this time next year
But happiness has never felt so far away

All of the bells ringing out for Christmas
I'm singing Goodbye to the year before
I know that the next one will be different - soo much more

All of the bells ringing out for Christmas
And I'm not supposed to feel this way
All that I want this year for Christmas is New Year's Day

I remember how I used to feel at Christmas
All of the bells ringing out for Christmas
I'm singing Goodbye to the year before
I know that the next one will be different - soo much more

All of the bells ringing out for Christmas
And I'm not supposed to feel this way
All that I want this year for Christmas is New Year's Day"


...kinda find myself in there. Partially.

Freitag, 3. Dezember 2010

Vorm Abgrund

Heute beschlich mich ein seltsam beklemmendes Gefühl - naja, es beschlich mich weniger als es sich wohl seinen Weg vom Unterbewussten ins Bewusstsein bahnte. Ich fühlte mich am Rande eines Bombenkraters stehend. Er war von unfassbarem Ausmaß und das Ende der Untiefe in der Dunkelheit nicht auszumachen. Fasziniert und erschaudert stand ich davor und blickte starr in die Tiefe, vor der mir graute. Ich sah ins Finster, konnte und wollte auch gar nicht wegsehen, obwohl ich mich dabei nicht wohlfühlte und sich Höhenangst unleugbar bemerkbar machte. Mir war flau im Magen.
Ich wusste, mein Weg führt hinter diesem diesem exorbitanten Ausmaß von Nichts weiter, wenn es mir denn gelänge, mich sowohl dieser seltsamen Faszination zu entziehen, als auch dieses Loch, ohne dabei Schaden zu nehmen, hinter mir zu lassen. Nur: Das veranlasste mich nicht dazu, mich von der Stelle zu bewegen und das Starren in die Leere zu überwinden.
Also ging ich einkaufen.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Moloch

Dear Time! Who are you?! Friend? Foe?
Here, when I don’t want you. Gone, when I need you.
Sometimes I’m tempted to let you run, even to kill you.
Sometimes I wanna hold you back, but I can’t grasp you.
Always around but never here.
Keeping me imprisoned in an invisible cage that drives me.

Named and abused by men.
But revenge seems to be sweeter than honey.
You will be here when we are all gone.
Often loved but never touched.
Since you know about yourself, you won't ever forget.
Are forced to exist.
Revenge seems to be sweeter than honey. Sometimes...

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Naivität

Random Note
Ursächlich ist Naivität nicht die Schwäche jener, die naiv sind, sondern derer, die es ihnen als Schwäche auslegen. Dies wird deutlich, wenn man den Begriff mit "Gutgläubigkeit" übersetzt. Denn jene, die naiv sind, gehen davon aus, dass es die Menschen gut miteinander meinen und stehen der Welt im Prinzip (noch) positiv gegenüber. Sie strahlen etwas Unschuldiges aus.
Naivität ist doch wohl eher eine Schwäche derer, die aus Gutgläubigkeit einen Nachteil machen, denn ihnen haftet bereits ein gewisses Maß an Schuld an und sie gehen zumindest bedingt davon aus, dass es die Menschen nicht gut miteinander meinen.

Montag, 4. Oktober 2010

Eine gute Nachtgeschichte für schlechte Abende


Es begab sich zu einer Zeit, in der sich düsterer, schwerer Nebel über das vor wenigen Wochen noch so sonnige Tal legte und auf einmal eine steife Brise allgegenwärtig war. Die Natur zeigte sich in all ihrer Unwirtlichkeit und ließ bereits erahnen, dass sie auch in diesem Jahr keine Anstalten machte, es dem Leben ringsum von nun an einfach zu machen.
Paradoxerweise entschied sich gerade zu diesem Zeitpunkt, der dem Leben länger währende Feindschaft in Aussicht stellte, eine kleine Raupe den Äther der Lebendigkeit in ihre noch schwachen Lungen einzusaugen. Man hätte es sich bestimmt auch leichter machen können – doch hatte die kleine Raupe von Anbeginn ihres Seins neben großer Kraft vor allem eines: Intuition. Ihre Intuition flüsterte ihr „Wer das Leid nicht kennt, wird auch die Freude nicht kennen lernen“ und befahl ihr deshalb, genau zum besagten Moment ihre ersten Zuckungen zu machen. Bereits diese Entscheidung ließ auf die außergewöhnliche Energie schließen, die dieses doch so winzige Lebewesen in sich tragen sollte.
Der Winter, der folgte, war kein einfacher und ja, es sollten noch viele schwierige folgen. Doch kam nach dem Winter stets der Frühling mit seinen duftenden Wiesen und bunten Blumen, sodass die strapazierten Lebensgeister der kleinen Raupe wieder neue Energie schöpfen konnten.
Aber eines jähen Jahres reichten selbst die schönsten und duftendsten Tage des Frühlings plötzlich nicht mehr: Sie vermochten die dunklen Flecken, die die letzten Winter ins Herz der Raupe trugen, nicht zur Gänze mit ihren Sonnenstrahlen zu erreichen. So kam es etwa zu der Zeit im Jahr, als die Pflanzen ihre Früchte trugen, dass selbst ein ausgesprochen schöner Frühling nicht mehr genügte, um den aus der Dunkelheit und Kälte vergorenen Sumpf in ihrem kleinen Herzen trockenzulegen. Sie verspürte auf einmal unangenehme Gefühle, die ihr bisher nur aus den Wintermonaten bekannt waren. Diese Masse in ihrem Herzen war zäh geworden. Es schien sogar, als ob nicht die Masse dem Herzen der kleinen Raupe anhaftete, sondern als ob sie ihren gesamten Körper umgab und vereinnahmte. Da bekam sie große Angst, da sie sich nicht mehr bewegen konnte.
Um nicht noch mehr der furchteinflößenden Masse an sich heran zu lassen, entschloss sich das filigrane Wesen, sich selbst mit einem robusten Mantel zu schützen, der es vollkommen umhüllte. Er nahm der Raupe einerseits die Angst, andererseits die Freiheit, aber keine weitere Kälte und keine weitere Dunkelheit konnten von nun an ihr Herz erreichen. Derart geschützt verbrachte sie den darauffolgenden Herbst, auch der Winter konnte ihr nichts anhaben. Gefangen, gelähmt vom eigenen Schutzschild sagte sie sich immer wieder: "Ich lebe. Ich lebe für die Hoffnung auf bessere Tage."
Eines Tages – oder eines Nachts, die kleine Raupe hatte den Unterschied verborgen hinter ihrem Panzer verlernt – spürte sie etwas, das sie schon lange nicht mehr gespürt hatte. Sie spürte zunächst ein kleines bisschen und dann immer mehr angenehme Wärme. Doch bald darauf wurde ihr so heiß, dass sie panische Angst bekam, in ihrem Panzer zu verglühen. Ohne sich der Konsequenzen bewusst zu sein, drückte die kleine Raupe so lange mit all ihrer Kraft gegen den Panzer, bis dieser von innen zerbarst. Erst jetzt kam ihr in den Sinn, was sie damit angerichtet haben könnte. Sie wollte sich entsetzt umblicken, doch wurden ihre an die Dunkelheit gewöhnten Augen von grellem Licht geblendet. Schnell bemerkte sie ernüchtert, dass ihre Beine noch in der bedrohlichen Masse feststeckten. Langsam nahm sie die wunderbare Umgebung rund um sich wahr: Es war Frühling geworden und es schien, als sei es der schönste, den es je gegeben hatte. Im ersten Moment ging ihr vor Freude das Herz über, aber als sie sich ihrer misslichen Situation bewusst wurde, war die Traurigkeit wieder zurück. Sie versuchte, sich mit ihren Händen zu befreien, aber das wollte ihr nicht gelingen, so angestrengt sie es auch versuchte.
Und wie ging die Geschichte weiter?
Man kann es sich schon denken: Jeder, der an dem kleinen, unscheinbaren Wesen, das im dunklen Sumpf feststeckt, vorbeigeht, würde bemerken, dass das Wesen nunmehr weder klein noch unscheinbar ist. Wenn man ihm begegnet, würde man dem so verzweifelt wirkenden Tierchen laut zurufen: „Wunderschöner Schmetterling, freu dich, es ist Frühling! Warum benutzt du nicht deine kräftigen, bunten Flügel?“ Und der Schmetterling würde seine Flügel benutzen.
Und wenn keiner vorbeikommt, wird es noch ein wenig dauern. Aber eines Tages wird sich der traurige Schmetterling ganz von allein seiner kräftigen, bunten Flügel bewusst werden, empor steigen, über die duftenden, blühenden Wiesen flattern. Und dann wird seine Seele tanzen!

Montag, 20. September 2010

Geschenke

Random Note:
Wer sich die Stärke bewahrt hat (bzw. es als Stärke begreift), Vertrauen & Aufrichtigkeit zu schenken, wird leider manches Mal schmerzlich erfahren müssen, dass diese die Charakteristik einer Schwäche trägt.
Eine warhafte Stärke kann es - aller widrigen Umstände zum Trotz - jedoch nur dann sein, wenn man dennoch weiter daran festhält. Alles andere wäre bloßer Opportunismus.

We gotta stay positive!

Montag, 6. September 2010

Prinzipien? Prinzipien!

Random Note
Am Grübeln.
Long story short:
präsenter gedanke "man muss seine prinzipien stets überdenken, was jedoch voraussetzt, dass man welche hat."